Gebet für Deutschland

Ermutigt von dem Wissen, dass sich viele Christen auch in diesen Wochen wieder in Einheit im Gebet zusammenschließen, starten wir in die österlichen Tage. Heute Abend betet Deutschland wieder gemeinsam. Wer sich noch kurzfristig einklinken möchte, findet hier Informationen und Zugangsdaten:  https://deutschlandbetet.de

Wir vom Gebetshaus Schweinfurt werden in diesem Jahr auch weiterhin bewusst für unser Land beten. Schon heute jubeln wir über das, was Gott durch dieses Gebet tun wird.

Ein fester Bestandteil dieser besonderen Gebetszeiten für Deutschland ist bei uns der Text des alten Kirchenliedes ‚Macht weit die Pforten in der Welt‘ von Albert Knapp.

Er drückt wunderbar aus, was wir augenblicklich empfinden: Wir erwarten, wie es in der letzten Strophe heißt, eine spürbare Veränderung in unserem Land durch das Wirken des liebenden Herzens des Vaters: Dass „Wüsten zum Paradies werden und bittre Quellen wieder süß“. Gottes Wille möge sich erfüllen, ungeachtet dessen, was wir kleine Menschen manchmal für richtig und wichtig halten. Wir verlassen uns allein auf Ihn, dessen „Herz voll Liebe nicht ruhen kann“. Wie wunderbar.

Euch allen wünschen wir schon heute gesegnete Ostern und tiefe Auferstehungsfreude.

Jörg und Christina Siebert

Macht weit die Pforten in der Welt

Autor: Albert Knapp (1798 – 1864)

1. Macht weit die Pforten in der Welt!
Ein König ist´s, der Einzug hält,
umglänzt von Gnad und Wahrheit.
Wer von der Sünde sich gewandt,
wer auf vom Todesschlafe stand,
der siehet seine Klarheit.
Seht ihn weithin
herrlich schreiten, Licht verbreiten.
Nacht zerstreuet er,
Leben, Fried und Wonnen beut er.

2. Es jauchzt um ihn die frohe Schar,
die lang in schweren Fesseln war:
er hat sie frei gegeben.
Blind waren sie und sehen nun,
lahm waren sie und gehen nun,
tot waren sie und leben.
Köstlich, tröstlich
allen Kranken, ohne Wanken,
ohne Schranken
walten seine Heilsgedanken.

3. Noch liegt vor ihm so tief und schwer
der Sünden ungeheures Heer,
das tausend Völker drücket.
Um Hilfe schreit es auf zu Gott;
doch lebet er und hat die Not
der Sünder angeblicket,
betet, rettet,
heilt und segnet und begegnet
seinen Armen
als ein Heiland voll Erbarmen.

4. Längst ist in seinem ewgen Rat
für sie zu seinem Reich der Pfad
gezeichnet und gebahnet.
Ohnmächtig droht der Feinde Hohn,
schnell steht in Herrlichkeit sein Thron,
wo niemand es geahnet.
Selig, selig,
wer da trauet, bis er schauet;
wer sich mühet,
bis sein Gott vorüberziehet.

5. Die ihr von Christi Hause seid,
kommt, schließet nun mit Freudigkeit
den Bund in seinem Namen.
Laßt uns auf seine Hände schaun,
an seinem Reiche mutig baun:
sein Wort ist Ja und Amen.
Flehet, gehet,
Himmelserben anzuwerben;
harret, ringet!
Jesus ist es, der euch dringet.

6. O du, den unsre Sünde schlug,
wann wird doch deines Lobs genug
auf dieser Welt erschallen?
Wann wird der Völker volle Zahl
im ungetrübten Sonnenstrahl
zu deinem Tempel wallen,
wo dich freudig
alle kennen, Heiland nennen,
dir geboren,
dir auf ewig zugeschworen?

7. Wir harren dein, du wirst es tun,
dein Herz voll Liebe kann nicht ruhn,
bis alles ist vollendet.
Die Wüste wird zum Paradies,
und bittre Quellen werden süß,
wenn du dein Wort gesendet.
Zu dem Sturme
sprichst du: Schweige! Meer, versiege!
Flammen, zündet!
Tempel Gottes, sei gegründet!